
Rollwiderstand
April 25, 2010Auf dem Rückweg vom Abend bei ihr. Der Kopf schwer vom Wein, der Verstand schwer wie Blei vom Versuch die Gefühle für dich auszublenden. Ich will sie nicht mehr haben, weil Gefühle ohne Erwiderung sind verlorene Gefühle. Verlorene Zeit.
Die Luft ist kalt. Nicht kalt genug um den Kopf zu betäuben. Im halbdunkel des Radweges ist das Abrollgeräusch der Grobstollenreifen mein einziger Begleiter. Ich halte das Rad an, das Geräusch ebbt ab und verstummt ganz. Über mir die klare Nacht, der Mond scheint auf mich. Manchmal habe ich das Bedürfnis den Mond anzuheulen. Und meinen Frust rauszuschreien. Den Frust über den Zustand. Über das hier und jetzt. Über dich. Über das uns, das es fast gegeben hätte.
Das ist keine Frustration mehr sondern nur noch Wahnsinn. Wahnsinn in meinem Kopf, der raus muss. Ich brauche ein Ventil. Ich muss dich aus meinem Kopf bekommen.
Ich will nicht mehr bei jedem Treffen daran denken wie ich neben dir sitzen könnte. Wie ich es getan habe und wir uns heimlich berührt haben.