
Somehow It’s True
May 9, 2010Irgendwie steckt hinter allem mehr Wahrheit als wir alle zeigen wollen.
Manchmal wollen die Gefühle hervorbrechen. Im ungünstigstens Moment lässt du mich wieder an dich heran. Lässt eine Nähe zu, die ich dir eigentlich nicht mehr geben wollte. Und doch ziehe ich nicht die Reißleine. Ich gehe mit. Und Idiot. Der Rationalist in mir legt sich schlafen und der fühlende kommt hervor. Mitten in der Nacht. Warum kann er nicht bleiben wo er ist. Beim Teufel. Aber er steigt empor wie die Sonne. Jede Berührung tut so gut. Jedes Wort von dir ist Balsam auf die kaputte Seele.
Ich sehe wie deine Augen sich im Schlaf bewegen. Du liegst in meinen Armen, ich rieche den Alkohol, die Zigaretten, dein Schampoo, dein Parfüm, dich. Wir machen uns Komplimente. Und döst wieder ein. Ich liege einfach nur neben dir und streichle deine warme Haut unter dem Shirt. Ich könnte in diesem Moment Glück in die Welt schreien. Aber da ist kein Glück auf Dauer. Da ist immer nur diese eine Moment. Dieses kurze zusammensein. Das, was mich tagelang aus der Bahn wirft, mein Herz nimmt, zerdrückt und mit Gewalt wieder in den Brustkorb reindrückt.
Neben dir zu liegen, dich anzufassen, deine Nähe zu genießen und mir immer wieder das Mantra vorbeten zu müssen, das da nichts ist und es dir immer wieder versprechen. Die Hölle auf Erden ist in diesem Moment hier. Das Inferno hat sich erhoben und seinen Trichter über mich gestülpt.
Ich gucke dich an. Küsse dich einmal zu oft auf die Wangen, packe meine Sachen und fahre. Du hättest mich vielleicht bei dir schlafen lassen, weil du Nähe brauchst. Die Vorstellung neben dir aufzuwachen ist grausam. Dann lieber ins eigene kalte Bett.
